Für die im September 2013 vom IOC in Buenos Aires beschlossene Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2020 in Tokyo gab und gibt es in Japan nicht nur Zustimmung. Aus Kreisen der Anti-Atom-Bewegung schlägt diesem Vorhaben weitestgehende Ablehnung entgegen. Das Geld, das für Olympia verbraucht würde, gehe dem Wiederaufbau der betroffenen Katastrophenregionen in Tohoku und insbesondere in der Präfektur Fukushima verloren, so heißt es. Darüber hinaus hat sich mit der Hangorin no Kai, der "Vereinigung gegen die Olympischen Spiele", eine gesonderte, verhältnismäßig kleine Protestbewegung etabliert, die auf Probleme aufmerksam macht, wie sie in vielen Ausrichterstätten diskutiert werden: Gentrifizierung, Verdrängung von Obdachlosen aus dem Stadtbild, mangelnde Nachhaltigkeit beim Bau von Großarenen etc..

 

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Die Proteste gegen Olympia in Tokyo 2020 sind Gegenstand augenblicklicher japanologischer Forschung, u.a. an der Universität Frankfurt (siehe auch "Vorträge/Präsentationen").

"Gerade jetzt braucht Japan die Kraft dieses Traumes." - Aufnahme März 2013 Nähe Tokyo-Ueno.