"Fukushima erzählt" - Ein Oral-History-Projekt

Die Ästhetik des Widerstandes: Zum Tod des Dichters und Atomkraftgegners Wakamatsu Jôtarô
Wie wenige andere verkörperte er die Ästhetik des Widerstandes: Jahrzehntelang hat Wakamatsu Jôtarô 若松丈太郎 (1935 - 21. April 2021) in Gedichten, Essays und Artikeln vor den Gefahren der Atomkraft gewarnt. Nach der Tschernobyl-Katastrophe sagte er ein ähnliches Ereignis für seine Heimat Fukushima immer wieder voraus. In einem Gespräch mit Andreas Singler aus dem Jahr 2018 gibt Wakamatsu Auskunft über seine Wurzeln im Japan des 2. Weltkriegs und seinen unbändigen Hang zum freien Denken.

Mönch Tanaka Toku'un: "Und doch glaube ich, dass es Wandel im Herzen der Menschen gibt"
Am 11. März 2021 jährt sich mit dem "Großen Ostjapanische Erdbeben" (Higashi-Nihon daishinsai 東日本大震災) eine historisch beispiellose Dreifachkatastrophe aus Beben, Tsunami und dem Atomunglück von Fukushima zum zehnten Mal. Zum Auftakt des Oral-History-Projekts "Fukushima erzählt" (Fukushima ga kataru 福島が語る) berichtet der buddhistische Mönch Tanaka Toku'un von seiner Flucht, von seinen Bedenken in Bezug auf die Atomkraft bereits vor der Katastrophe und seiner Hoffnung auf den Atomausstieg.