Japanische Regierung will Atommüll ins Ausland  verschicken
Politics in Japan · 07. Oktober 2021
Mitte der 2020er Jahre beginnt in Japan der Abriss von zwei Dutzend Atomkraftwerken. Teile des bei den Stilllegungsarbeiten anfallenden Atommülls will die Regierung ins Ausland verbringen. Dies verstieße allerdings gegen nationales Recht. Das Wirtschaftsministerium prüft daher derzeit eine Revision der geltenden Bestimmungen.

Leseempfehlung "Japanische Literatur nach Fukushima: Sieben Exkursionen"
Fukushima · 19. August 2021
Nach der nordostjapanischen Dreifachkatastrophe von 2011 rückte die Japanologie-Professorin Lisette Gebhardt das Atomunglück von Fukushima ins Zentrum ihrer literatur- und kulturwissenschaftlichen Japanforschung an der Universität Frankfurt am Main. Zahlreiche Publikationen sind daraus hervorgegangen. Nun ist mit dem Band "Japanische Literatur nach Fukushima: Sieben Exkursionen" ein weiteres Werk erschienen.

Horrente Anwaltskosten im Tôkyô 2020-Bestechungsskandal: Die Zeche zahlt das JOC
Tokyo 2020  · 11. August 2021
Gegen den früheren Vorsitzenden des Bewerbungskomitees von Tôkyô 2020, Takeda Tsunekazu, wird noch immer in Frankreich wegen des Bestechungsverdachts ermittelt. Nun wurde bekannt: Über 1,5 Millionen Euro an Anwaltskosten fielen bislang dafür an. Und das Japanische Olympische Komitee bezahlt alles.

Das Prinzip der "Genesung zu Hause":  Angesichts explodierender Corona-Zahlen meldet Japans Premierminister Suga gesundheitspolitisch Insolvenz an
Tokyo 2020  · 04. August 2021
Die Olympischen Spiele in Tôkyô neigen sich ihrem Ende zu. Die Corona-Krise in Japan indessen verschärft sich weiter. Premierminister Suga sorgt mit einer neuen Richtlinie für landesweite Empörung: dem "Prinzip Genesung zu Hause" (gensoku jitaku ryôyô 原則自宅療養). Sie stellt nichts weniger als eine politische Form der Triage und einen gesundheitspolitischen Offenbarungseid dar.

Tsushima-Prozess: Gericht bestätigt Mitschuld des Staates
Zehn Jahre nach dem Atomunfall von Fukushima ist die rechtliche Aufarbeitung der Katastrophe und der Verantwortlichkeiten dafür in vollem Gange. Am vergangenen Freitag (30. Juli 2021) sprach in Kôriyama das dortige Bezirksgericht im sogenannten "Tsushima-Prozess" nicht nur dem Energieversorger Tôkyô Denryoku (TEPCO), sondern auch dem japanischen Staat die Verantwortung für den dreifachen Meltdown zu. Es ist die elfte Entscheidung dieser Art.

2. Auflage "Tôkyô 2020": „Wir kommen nicht umhin, Afrikaner zu kaufen“:
Tokyo 2020  · 30. Juli 2021
「アフリカ人を買収しなくてはいけない」- 「東京オリンピック2020と反対者の論理」第2版出版メディアリリース Noch mehr Korruption und Japan in der Corona-Krise: Die Medieninformation zur 2., erweiterten auflage von „Tôkyô 2020. Olympia und die Argumente der Gegner“:

Coronavirus update: News and numbers
Tokyo 2020  · 28. Juli 2021
Die Zahlen vom Mittwoch: 9576 Neuinfektionen landesweit, 3177 in Tôkyô - gar 5675 im Großraum Tôkyô inklusive der Präfekturen Kanagawa (mit Yokohama/1051), Saitama (870) und Chiba (577). Exponentielles Wachstum in der Corona-Krise, das Land ist angesichts der immer neuen Rekordzahlen besorgt und verunsichert. Zugleich finden Olympische Spiele in Tôkyô statt, ein potentielles Superspreader-Event. Und was tut der Anführer des Landes, Premierminister Suga Yoshihide? Er erklärt: "Dazu habe ich heut

Olympia in der Antike: "Immer der erste zu sein und vorzustreben vor andern"
Reisen · 26. Juli 2021
Das alte Olympia im Nordwesten des Peloponnes soll zu Ehren des Zeus die mit Abstand wichtigsten Wettkampfspiele der Antike ausgerichtet haben. Kaum ein Geschichtsbuch, das diese Auffassung, auf die sich auch die modernen Olympier berufen, nicht vertreten würde. Dennoch gibt es gute Gründe, Olympias Status als wichtigste Feststätte des Altertums zumindest für die ersten Jahrhunderte zu hinterfragen.

"Schwarzer Regen": Japanische Regierung bleibt stur, Hiroshima will Hibakusha-Urteil anerkennen
Hibakusha · 24. Juli 2021
Die japanische Regierung bleibt im sogenannten „Schwarzer-Regen-Prozess“ (kuroi ame soshô 黒い雨訴訟) unerbittlich. Sie will nach einem Bericht der Zeitung Chûgoku Shimbun (23. Juli) ein kürzlich ergangenes Urteil in Hiroshima, nach dem 84 Kläger*innen der Status von Strahlenopfern (Hibakusha) in Folge des Atombombenabwurfs über Hiroshima abermals zuerkannt wurde, erneut anfechten. Die Stadt Hiroshima und die gleichnamige Präfektur dagegen wollen das Urteil anerkennen.

Tôkyô 2020 : Auch ohne Corona in Japan unbeliebt
Tokyo 2020  · 21. Juli 2021
Auch ohne Corona: Das Projekt Tôkyô 2020 war in Japan von Anfang an nicht beliebt. Eine Mehrheit für die Spiele war kaum einmal auszumachen. Die Zahl der Gegner war stets groß, ihre Kritik teils fundamental. Und fundiert. Die Liste der Skandale um Tôkyô 2020 ist lang - und sie erzählt am Ende von einer Gesellschaft, deren alte Eliten ein wunderbares Land daran hindern, seine wahren Potentiale zu entfalten. Eine Leseprobe:

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