Tokyo 2020  · 28. November 2020
Corona-virus update: The number of new cases climbed to a new high of 2684 at Saturday, Tokyo almost on Friday's all-time high.

Tokyo 2020  · 15. November 2020
Den auf das nächste Jahr verschobenen Olympischen und Paralympischen Spielen in Tôkyô drohen die Sponsoren von der Fahne zu gehen. Laut einer Umfrage des Fernsehsenders NHK unter den 67 nationalen Sponsoren (siehe Cover-Foto) denkt nur eine Minderheit daran, die im Dezember auslaufenden Verträge kostenpflichtig zu verlängern. Viele Geldgeber scheinen enttäuscht. Aus wirtschaftlicher Sicht erweist sich das Engagement für Tôkyô 2020 mehr und mehr als Schlag ins Wasser.

Tokyo 2020  · 04. November 2020
Um bei den Olympischen und Paralympischen Spielen im nächsten Jahr Wettbewerbe in vollen Stadien zu ermöglichen, finden derzeit Testläufe bei Baseball-Spielen statt. Am vergangenen Wochenende probte das Olympia-Gastgeberland in Yokohama, ein weiterer Test im Tôkyô Dome steht am kommenden Wochenende an. Gesundheitsexperten sind besorgt, Olympiagegner sprechen von "Humanexperimenten".

In 30 Gerichtsverfahren wird noch immer um die Frage gestritten, wer für den Atomunfall von Fukushima verantwortlich ist - nur der AKW-Betreiber TEPCO oder auch der japanische Staat? Rund 3600 Betroffene haben sich der Nariwai-Sammelklage angeschlossen, die den Staat in voller Mitverantwortung sieht und kürzlich vor dem Obergericht Sendai im ersten zweitinstanzlichen Urteil landesweit Recht bekam. Der Vorsitzende der Kläger*innen-Vereinigung, Nakajima Takashi (Foto), erläutert das Urteil.

Erstmals ist in Japan in zweiter Instanz, vor dem Obergericht Sendai, die Mitschuld des japanischen Staates an der Atomkatastrophe von Fukushima eindeutig festgeschrieben worden. 3600 Kläger*innen fühlen sich in ihrer Auffassung bestätigt. Opferanwalt Managi Izutarô forderte die Regierung und den Energieversorger Tôkyô Denryoku (TEPCO) auf, das Urteil zu akzeptieren und auf eine Berufung zu verzichten. Rund 100 Kläger*innen hätten das historische Urteil von Sendai nicht mehr erlebt.

Politics in Japan · 16. September 2020
Wenn es um die Gefährdungen der Pressefreiheit in Japan geht, dann ist der neue Ministerpäsident Suga Yoshihide, der richtige Ansprechpartner. Für die Organisation "Reporter ohne Grenzen" steht Suga als vormaliger Generalsekretär des Kabinetts und rechte Hand von Ex-Premier Abe mit in der Verantwortung dafür, dass in der Regierungszeit Abes ein "feindseliges Klima gegenüber Journalisten" geherrscht und es immer wieder Versuche der Intervention in die Medienberichterstattung gegeben habe.
Tokyo 2020  · 08. September 2020
Die Olympischen und Paralympischen Spiele in Tôkyô werden, unabhängig davon, ob sie überhaupt stattfinden können oder nicht, die teuersten Sommerspiele der modernen Geschichte sein. Ein Forscherteam der Universität Oxford sieht hinter den stetig steigenden Kosten für das größte Megaevent der Welt eine Reihe von Gesetzmäßigkeiten am Werk. Besonderheiten der japanischen Olympiaausrichtung tragen erschwerend zu dem verheerenden Eindruck bei, das Olympia im 21. Jahrhundert abgibt.

Tokyo 2020  · 06. September 2020
Mehrere Umfragen haben in den letzten Monaten ein negatives Meinungsbild der japanischen Bevölkerung wie auch der Wirtschaft zur Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2021 ermittelt. Nun zeigt eine neue Studie: Auch Tôkyôs Geschäftswelt glaubt angesichts der Corona-Krise nicht mehr an die Spiele im nächsten Jahr.

Tokyo 2020  · 04. September 2020
Die japanische Regierung stellt sich auf Olympische und Paralympische Spiele 2021 im Zeichen des Coronavirus ein. Für Athlet*innen und andere Teilnehmende aus aller Welt plant das Gastgeberland Einreiseerleichterungen und ein Verzicht auf die derzeit geforderte zweiwöchige Quarantäne. Dafür soll der Bewegungsradius der Sportler*innen möglichst auf das olympische Athletendorf beschränkt bleiben.

Hibakusha · 22. August 2020
In Hiroshima hat das dortige Bezirksgericht am 29. Juli ein bahnbrechendes Urteil im sogenannten "Schwarzer-Regen-Prozess" gefällt, mit dem mehr Atombombenüberlebenden als bisher der Status von Hibakusha, anerkannten Strahlenopfern im Zusammenhang mit dem Atombombenabwurf vom 6. August 1945, zuerkannt wurde. Die japanische Regierung hat wegen angeblich "fehlender wissenschaftlichen Grundlage" Berufung gegen das Urteil eingelegt. Die Kläger*innen sind aufgebracht.

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