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OK-Chef Mori: „Entscheidung über Olympia vor Beginn des olympischen Fackellaufs im März“

Die Entscheidung über die Olympischen Spiele in Tôkyô wird voraussichtlich im kommenden März fallen. Dies erklärte der Chef des Organisationskomitees für Tôkyô 2020/21, Mori Yoshirô, der im westjapanischen Fukuoka erscheinenden Zeitung Nishinippon Shimbun (22.01.2021). 

 

Die Skepsis in Japan hat angesichts der in den vergangenen Wochen vor allem im Großraum Tôkyô eklatant gestiegenen Zahl der Corona-Neuinfektionen stark zugenommen. Gerade sah sich die Regierung um Premierminister Suga Yoshihide dazu gezwungen, Berichte zu dementieren, sie plane die Absage Olympias. Nur noch ein kleiner Teil der Bevölkerung will jedoch im Zeichen der weltweiten Pandemie in diesem Jahr Olympische und Paralympische Spiele ausgerichtet wissen. Nach Mori herrscht zu den Chancen der Realisierung der Spiele indessen auch in IOC-Kreisen mittlerweile "Pessimismus" (hikanron 悲観論).

 

Es sei selbstverständlich, auch über die schlimmste aller möglichen Vorstellungen nachzudenken, erklärte Mori. Daran, ob der am 25. März beginnende olympische Fackellauf wie geplant gestartet werde oder nicht bzw. ob der Lauf eventuell verschoben werde, erkenne man automatisch, wie es um die Sommerspiele bestellt sei, so der ehemalige japanische Premierminister. Eine erneute Verlegung der Spiele komme nicht in Frage. 

 

 Im Fokus stehe auch die Frage, ob und wenn ja wie viele Zuschauer aus dem Ausland für den Besuch der Spiele zugelassen werden können, sagte Mori. „Wir werden uns die Corona-Zahlen anschauen und danach entscheiden."  Erst im März werden man abschätzen können, wie sich die Situation im Sommer gestalten wird.

 


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