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JOC ernennt Takeda zum Ehrenmitglied

Trotz eines laufenden Ermittlungsverfahrens in Frankreich wegen des Verdachts der Korruption hat das Japanische Olympische Komitee (JOC) seinen langjährigen Vorsitzenden zu Beginn seiner Vorstandssitzung in Tokyo zum Ehrenmitglied ernannt.

 

Takeda hatte seine ursprünglich geplante neuerliche Kandidatur zum Vorsitzenden wegen der Ermittlungen der französischen Behörden zum sogenannten Black-Tidings-Skandal zurückgezogen. Er hatte zugeben müssen, rund zwei Millionen Euro an einen dubiosen Geschäftspartner in Singapur überwiesen zu haben und die Zahlungen mit Beratungsleistungen für Tokyos Bewerbung begründet. Die Ermittler vermuten indessen, dass mit dem Geld im IOC afrikanische Stimmen für die Wahl Tokyos gekauft wurden.

 

Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Jiji vom 10. Juli, abgedruckt z.B. in der Mainichi Shimbun, sei Takeda offiziell wegen des Erreichens der Altersgrenze von 70 Jahren nicht mehr angetreten, was aber kaum den Tatsachen entspricht. Im JOC war nach früheren Berichten längst an einer Ausnahmeregelung gearbeitet worden sein, mit der Takeda den japanischen Sport bei diesen Spielen repräsentieren hätte können.

 

Dass der scheidende Präsident zum Ehrenmitglied ernannt werde, sei Usus, hieß es. Vizepräsident Fukui Tsuyoshi erklärte laut dem Bericht: "Wir glauben an seine Unschuld." Die Ehrenmitgliedschaft werde nicht honoriert, hieß es, Takeda könne als solcher auch an Aufsichtsratssitzungen teilnehmen und dort seine Meinung vortragen.

 

Quelle: 

Jiji.com: https://www.jiji.com/jc/article?k=2019071001076&g=spo

https://mainichi.jp/sportsspecial/articles/20190710/k00/00m/050/332000c?fbclid=IwAR1mlGBBI9FqQcdJsBLZ85b39k5AqlFbv4WqIKbn2oXdaAvQD_lA4BWT-Ks

 


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